Laut Bundesnetzagentur besitzt jeder Deutsche rein rechnerisch 1,3 SIM-Karten. Die Mehrheit davon ist mit Prepaid-Tarifen verknüpft. Daran änderte auch die kürzlich erfolgte Sperrung nicht mehr genutzter Karten seitens einiger Netzbetreiber nichts. Im Gegenteil, die Zahl der aktivierten SIM-Karten ist sogar deutlich gestiegen. Eine Million neue Karten wurden seit letztem Jahr in Betrieb genommen.
Zahl der aktiven SIM-Karten steigt
110 Millionen Karten sind derzeit laut Informationen der Bundesnetzagentur im Umlauf. Obwohl damit rechnerisch jeder Bundesbürger mehr als eine Karte besitzt, bleibt die Tendenz steigend. So waren es im Vorjahreszeitraum noch 109 Millionen SIM-Karten gewesen. Beim Abschluss von Mobilfunkverträgen hält sich die Mehrheit der Deutschen allerdings zurück. Nur 44 Prozent der SIM-Karten sind an einen Laufzeitvertrag gebunden. Der Rest wurde in Verbindung mit einem Prepaid-Tarif erstanden.
Ursache für das stetige Wachstum ist laut Einschätzung der Bundesnetzagentur der Trend zur Nutzung mehrerer Endgeräte. Mit der immer weiteren Verbreitung von Tablet-PCs und Netbooks steigt auch der Bedarf an neuen SIM-Karten, die teilweise für den Betrieb der Geräte nötig sind. Zudem sei das zunehmende Interesse an der mobilen Nutzung des Internets ein wichtiger Faktor für das Wachstum. Besonders in diesem Bereich stellen Prepaid-Angebote eine günstige Alternative zu normalen Laufzeitverträgen dar.
Wachsendes Datenaufkommen
Auch wenn derzeit noch keine konkreten Zahlen vorliegen, zeichnet sich ab, dass auch der normale Mobilfunk in Deutschland 2011 einen hohen Stellenwert haben wird. Für 2010 wurde ein Gesprächsaufkommen von etwa 180 Milliarden Minuten verzeichnet. Etwa zwei Drittel dieser Zeit wurden pauschal über Flatrate-Tarife oder im Rahmen von Minutenpaketen abgerechnet. Daran wird sich voraussichtlich auch 2011 kaum etwas ändern, so die Bundesnetzagentur.
Deutliche Steigerungen wird es zudem bei der Menge der versendeten Daten geben. 2010 hatte sich das Datenaufkommen auf 65 Millionen Gigabyte summiert und damit im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. 2009 verschickten die Bundesbürger noch 32 Millionen Gigabyte über die Mobilfunknetze.