GT Mobile: Prepaid-Anbieter mit 1-Cent-Tarif startet sein Angebot

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Jahrelang waren es vor allem die Prepaid-Anbieter, die für sinkende Kosten am Handymarkt gesorgt haben. Mittlerweile haben sich die Preise um die 9-Cent-Marke eingependelt, ein weiterer Abwärtstrend wird auch von den Anbietern nicht mehr erwartet. Stattdessen versucht man, sich mit attraktiven Flatrate-Modellen von der Konkurrenz abzuheben. Bei GT Mobile will man davon aber anscheinend nichts wissen. Der neue Anbieter startet mit einem extrem billigen Minutenpreis in den umkämpften Markt.

Minutenpreise auf Festnetzniveau

Während man bei Simyo und Congstar die Tage der sinkenden Verbindungskosten für beendet erklärt hat, versucht sich andernorts der neue Anbieter GT Mobile als echter Preisbrecher zu profilieren. Orientiert man sich bei den SMS-Kosten noch an der Konkurrenz und verlangt 9 Cent für jede verschickte Nachricht, bricht man bei den Telefonaten die Preise für Telefonate auf Festnetzniveau herunter. Gerade einmal einen Cent soll die Gesprächsminute innerhalb Deutschlands kosten, unabhängig vom Netz in das telefoniert wird. Gleiches gilt auch für Telefonate ins Ausland, wobei kein Unterschied zwischen europäischen und nichteuropäischen Ländern gemacht wird.

Ganze ohne Haken kommt dieses Tiefstpreismodell allerdings nicht aus. GT Mobile verlangt für den Verbindungsaufbau eine Pauschale von 15 Cent. Die erste Gesprächsminute kostet damit 16 Cent. Wirklich gespart wird also erst bei längeren Gesprächen. Günstiger fallen die Telefonate allerdings aus, wenn sie zwischen GT Mobile-Kunden geführt werden, denn dann berechnet der Anbieter in der ersten halben Stunde lediglich die Verbindungsgebühr. Dafür, dass die Netzqualität dennoch nicht auf der Strecke bleibt, zeichnet sich Vodafone verantwortlich.

Internet bleibt außen vor

Dafür müssen Kunden auf andere Services verzichten. Mittlerweile übliche Zusätze wie einen Kostenstopp, Startguthaben oder Flaterate-Optionen gibt es bei dem Discounter nicht. Datenverbindungen sind ebenfalls nicht vorgesehen. Der Internetzugang ist deshalb gesperrt, was auch das Versenden von MMS unmöglich macht. GT Mobiles Hauptargument bleibt damit der niedrige Minutenpreis. Allerdings ist dieser zumindest bei Aufenthalten im Ausland mit Vorsicht zu genießen. Das Unternehmen verlangt deutlich höhere Roaming-Gebühren als die Konkurrenz und überschreitet dabei selbst die von der EU gesetzten Grenzen. Auf Reisen ist das Angebot deshalb nicht zu gebrauchen.

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